Navigation und Service

Startseite

Der Zensus 2021 – ein Großprojekt des Statistischen Verbundes

Im Jahr 2021 führen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in Deutschland wieder einen Zensus durch – also eine Volks-, Gebäude- und Wohnungs­zählung. Damit nimmt Deutschland an der EU-weiten Zensus­runde 2021 teil, die in der EU-Verordnung 712/2017 für alle Mitglied­staaten verpflichtend festgeschrieben ist. Mit dem Zensus sollen in Deutschland die amtliche Einwohner­zahl sowie weitere tief gegliederte Daten zur Bevölkerung, Erwerbs­tätigkeit und zum Gebäude- und Wohnungs­bestand gewonnen werden. Politik, Verwaltung und Wirtschaft benötigen die Daten des Zensus als verlässliche Entscheidungs- und Planungs­grundlage. Aber auch für Wissenschaft, Markt- und Meinungs­forschung und für die amtliche Statistik selbst liefert der Zensus neue, wichtige Basisdaten. Die amtliche Zahl der Einwohner ist darüber hinaus maßgeblich für eine Reihe von Verwaltungs­verfahren (u.a. Kommunaler und Länder­finanzausgleich, Wahlkreis­einteilung, Besoldung von Bürgermeistern und Landräten usw.).

Wie der Zensus im Jahr 2011 gezeigt hat, ist eine regelmäßige Bestands­aufnahme der Einwohner­zahl unentbehrlich: Mit dem Zensus 2011 wurde diese in Deutschland im Vergleich zur Bevölkerungs­fortschreibung um rund 1,5 Millionen Einwohner bzw. knapp 2% nach unten korrigiert, regional gab es zum Teil deutlich größere Korrekturen. Seit dem Zensus im Jahr 2011 ist die Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland, die im Rahmen der Bevölkerungs­fortschreibung in den Folgejahren fortgeschrieben wurde, besonders geprägt durch eine starke Zuwanderung. Mit dem Zensus wird im Jahr 2021 eine erneute Bestands­aufnahme vorliegen, auf die die fortlaufende Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahl aufsetzen wird.

Erhebungsteile des Zensus 2021

Das Grundmodell des register­gestützten Zensus 2011 wird auch 2021 wieder zum Einsatz kommen. Basis werden somit Daten aus den Melde­registern und weiteren Verwaltungs­registern sein. Allerdings liegen die benötigten Daten nicht vollständig oder nicht in der erforderlichen Qualität in Verwaltungs­registern vor. Daher werden die Register­auswertungen um Angaben aus Personen­erhebungen (Haushalte­befragung auf Stichproben­basis und Erhebung an Anschriften mit Sonder­bereichen) und einer Gebäude- und Wohnungs­zählung ergänzt:

Dieses register­gestützte Verfahren ist für Bürgerinnen und Bürger wesentlich belastungsärmer als eine herkömmliche Volkszählung, da auf eine Befragung aller Einwohnerinnen und Einwohner verzichtet werden kann.

Service

© Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2018

Logo: Statistische Ämter des Bundes und der Länder