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Informationen für Wohnungsunternehmen zur
Gebäude- und Wohnungszählung 2021

Im Rahmen des Zensus 2021 werden neben Angaben zur Bevölkerung auch der Gebäude- und Wohnungsbestand sowie die Wohnsituation der Haushalte ermittelt. Damit Unternehmen der Wohnungswirtschaft ihrer gesetzlichen Auskunftspflicht möglichst einfach nachkommen können, stellen die statistischen Ämter des Bundes und der Länder Informationen zur elektronischen Datenübermittlung und zum zeitlichen Ablauf der Erhebung bereit.

Herbst 2018: Die Wohnungs­unternehmen werden von den Statistischen Landesämtern am Unternehmens­sitz recherchiert und angeschrieben und werden über ein elektronisches Melde­formular um erste Auskünfte zu Kontakt­personen, Anzahl der Wohnungen etc. gebeten.

Frühjahr 2019: Die Wohnungsunternehmen liefern elektronisch eine sogenannte Bestands­liste mit allen Anschriften, an denen sie Wohn­raum besitzen oder verwalten. Mit Unternehmen, die Verwalter von Eigentums­wohnungen sind, kann unter bestimmten Umständen die Übermittlung von Eigentümerlisten vereinbart werden.

Ende 2020: Die Wohnungs­unternehmen liefern auf Anforderung der Statistischen Landesämter aktu­alisierte Angaben zum Wohnungs­bestand vor dem noch festzulegenden Stichtag.

Voraussichtlich Mai 2021: Nach dem Stichtag übertragen die Wohnungs­unternehmen mit einer Datei die erfragten Merkmale zu Gebäuden und Wohnungen.

Informationen zur Datenlieferung zum Stichtag im Mai 2021

Auskunftspflicht
Nach §7 Zensusvorbereitungsgesetz 2021 (Zensusvorbereitungsgesetz 2021) recherchieren die Statistischen Ämter der Länder die Eigentümer/-innen sowie Verwalter/-innen von Wohnraum und damit die Auskunftspflichtigen der Gebäude- und Wohnungszählung.
Die Inhalte der Befragung sind durch eine EU-Verordnung (EU-Verordnung 763/2008 ) festgelegt und werden noch in einem nationalen Zensusdurchführungsgesetz bestätigt oder gegebenenfalls erweitert.
Die bereits feststehenden Merkmale sind:

Gebäudemerkmale

  • Art des Gebäudes (Wohngebäude, Geschäftshaus mit Wohnung, Wohnheim, etc.)
  • Eigentumsverhältnisse (Privatperson, Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), Wohnungsunternehmen, etc.)
  • Gebäudetyp (freistehend, Doppelhaus, gereiht, etc.)
  • Baujahr
  • Zahl der Wohnungen
  • Heizungsart (Fernheizung, Zentralheizung, Etagenheizung, etc.)

Wohnungsmerkmale

  • Art der Nutzung (vom Eigentümer/von der Eigentümerin bewohnt, vermietet, leer stehend, etc.)
  • Fläche der Wohnung
  • Zahl der Räume

Zusätzliche Hilfsmerkmale für die statistische Generierung von Haushalten

  • Namen von bis zu zwei Bewohnern/Bewohnerinnen
  • Zahl der Bewohner/-innen

Elektronische Datenübermittlung
Unternehmen sind zur elektronischen Datenübermittlung verpflichtet (§11a Bundesstatistikgesetz, BStatG). Für den Zensus 2021 stellen die statistischen Ämter des Bundes und der Länder mit dem Online-Meldeverfahren eSTATISTIK.core ein webbasiertes Standard­verfahren bereit.

Für eine schnelle Erledigung der im Rahmen des Zensus 2021 bestehenden Auskunfts­pflichten ist die technische und inhaltliche Einhaltung der vorgegebenen Datenformate Voraussetzung. Datensatz­beschreibungen und andere technische Ressourcen werden zu gegebenen Zeitpunkten in unserer Erhebungs­datenbank bereitgestellt. Weitere Informationen zur Datenübermittlung finden Sie hier:

Von der Vorbereitung zur Übermittlung der Daten in 4 Schritten

Elektronische Datengenerierung und -übermittlung an die amtliche Statistik


- November 2018: Die technischen Ressourcen für die Bestandslistenlieferung sind in der Erhebungsdatenbank über den Suchbegriff 0274 verfügbar.

Abgrenzung von Gebäuden
Bei der Verarbeitung der verschiedenen Erhebungen des Zensus 2021 kommt der richtigen Abgrenzung des Gebäudes eine besondere Bedeutung zu. Diese entspricht der Anschrift, die auch im Meldewesen verwendet wird, und kann möglicherweise von den Bezeichnungen zur Bewirtschaftung von Gebäuden abweichen. Daten werden anschriftenweise übermittelt, das heißt, Wirtschafts­einheiten müssen in Anschriften aufgeteilt werden.
Eine Gebäude­definition sowie weitere Information zur Abgrenzung von Gebäuden finden Sie in den Erläuterungen zur Datensatz­beschreibung der Bestands­listen­lieferung in unserer Erhebungs­datenbank und der Präsentation der Infoveranstaltung vom Mai 2018

Datensicherheit
Die amtliche Statistik Deutschlands ist vertrauens­würdig. Die Daten sind bei uns sicher und vor einer Einsichtnahme durch Dritte geschützt. In der Phase der Daten­gewinnung sorgen sichere Verbindungen und komplexe Verschlüsselungs­algorithmen für die Sicherheit der übermittelten Daten. In der Phase der Datenaufbereitung werden die Daten anonymisiert und vor der Verbreitung von Ergebnissen einer Reihe von Geheimhaltungsverfahren unterzogen. Zur Veröffentlichung gelangen nur zusammengefasste Ergebnisse, die keine Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen oder einzelne Personen zulassen.

Informationspflichten der Vermieter und Verwalter – Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO)

Der Zensus 2021 – ein Großprojekt des Statistischen Verbundes

Im Jahr 2021 führen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in Deutschland wieder einen Zensus durch – also eine Volks-, Gebäude- und Wohnungs­zählung. Damit nimmt Deutschland an der EU-weiten Zensus­runde 2021 teil, die in der EU-Verordnung 712/2017 für alle Mitglied­staaten verpflichtend festgeschrieben ist. Mit dem Zensus sollen in Deutschland die amtliche Einwohner­zahl sowie weitere tief gegliederte Daten zur Bevölkerung, Erwerbs­tätigkeit und zum Gebäude- und Wohnungs­bestand gewonnen werden. Politik, Verwaltung und Wirtschaft benötigen die Daten des Zensus als verlässliche Entscheidungs- und Planungs­grundlage. Aber auch für Wissenschaft, Markt- und Meinungs­forschung und für die amtliche Statistik selbst liefert der Zensus neue, wichtige Basisdaten. Die amtliche Zahl der Einwohner ist darüber hinaus maßgeblich für eine Reihe von Verwaltungs­verfahren (u.a. Kommunaler und Länder­finanzausgleich, Wahlkreis­einteilung, Besoldung von Bürgermeistern und Landräten usw.).

Wie der Zensus im Jahr 2011 gezeigt hat, ist eine regelmäßige Bestands­aufnahme der Einwohner­zahl unentbehrlich: Mit dem Zensus 2011 wurde diese in Deutschland im Vergleich zur Bevölkerungs­fortschreibung um rund 1,5 Millionen Einwohner bzw. knapp 2% nach unten korrigiert, regional gab es zum Teil deutlich größere Korrekturen. Seit dem Zensus im Jahr 2011 ist die Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland, die im Rahmen der Bevölkerungs­fortschreibung in den Folgejahren fortgeschrieben wurde, besonders geprägt durch eine starke Zuwanderung. Mit dem Zensus wird im Jahr 2021 eine erneute Bestands­aufnahme vorliegen, auf die die fortlaufende Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahl aufsetzen wird.

Erhebungsteile des Zensus 2021

Das Grundmodell des register­gestützten Zensus 2011 wird auch 2021 wieder zum Einsatz kommen. Basis werden somit Daten aus den Melde­registern und weiteren Verwaltungs­registern sein. Allerdings liegen die benötigten Daten nicht vollständig oder nicht in der erforderlichen Qualität in Verwaltungs­registern vor. Daher werden die Register­auswertungen um Angaben aus Personen­erhebungen (Haushalte­befragung auf Stichproben­basis und Erhebung an Anschriften mit Sonder­bereichen) und einer Gebäude- und Wohnungs­zählung ergänzt:

Dieses register­gestützte Verfahren ist für Bürgerinnen und Bürger wesentlich belastungsärmer als eine herkömmliche Volkszählung, da auf eine Befragung aller Einwohnerinnen und Einwohner verzichtet werden kann.

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Zensus 2011

Dieses Bild zeigt eine Deutschlandkarte

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